Freitag, 27. September 2013

Muh, ein Internationalismus




Das feminine Rindvieh heißt
im deutschen Sprachraum lieblich Kuh
und diese äußert, wie du weißt,
sich – reizend auch – mit einem Muh.
Den inneren Zusammenhang
erkennt man deutlich schon am Klang.

Doch links und rechts vom Bosporus
sagt jeder Inek zu dem Tier.
So wackelt der genannte Schluss,
denn immer bleibt, so denk ich mir,
die Kuh beim Muh, bei Halsweh Mah,
in Innsbruck wie in Ankara.



2 Kommentare:

  1. Gut, das die Kuh beim Muh bleibt. Sonst wäre es ja - lautend nach cow, vache, mucca, vaca, kráva, bó, lehmä, ko, lehm, kýr, govs, karve, baqra, koe, krowa, tehén, oder gar auf ng'ombe - das hoffnungslose Kuhsprachchaos.

    ;-)))

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich wollte ursprünglich "ng'ombe"m was so gar nicht nach Muh klingt, zum Ulk heranziehen. Cow - Miau wäre auch nicht ganz zu verwerfen gewesen. :D :D
      Danke, drago. LG Ingo

      Löschen