Mittwoch, 4. Dezember 2013

Nikolauspädagogik




In letzter Zeit - wegen tiefgreifender Bedenken von Pädagogen - aus der Mode gekommen, ist die Delegierung von Ermahnungen, Verhaltensanleitungen, wohl auch Lob für die eigenen Sprösslinge an den Nikolaus. Eltern versprachen sich durch den Vortrag des Heiligen nachhaltigen Erfolg.
Nicht immer wollte das aber so ganz zur Zufriedenheit aller gelingen, denn auch Nikoläusen kann ein Sachverhalt durchaus unüberschaubar bleiben. Wie es sich vor (vielen) Jahren tatsächlich einmal zugetragen hatte:
Dem Bärtigen wurde mitgeteilt, dass das Töchterchen sich weigerte, die Mahlzeiten aufzuessen – und zwar regelmäßig, ohne Ausnahme. Die Eltern waren der Meinung, dies würde in unerträglicher Weise den Charakter des Kindes schädigen – und überhaupt. Der Heilige nahm seinen Auftrag zur Kenntnis. Wegen der Übersichtlichkeit seines Auftrages schrieb (oder legte) er ihn auch nicht in sein goldenes Buch. So rief er neben dem größtmöglichen Erstaunen des Mädchens auch blankes Entsetzen bei den Eltern hervor, als er nach einigen einleitenden und unverfänglichen Sätzen mit tiefer, mahnender Stimme anhob: „Und dass du mir ja nicht immer alles aufisst!
Die Pädagogen haben, wie man sieht, gar nicht so Unrecht.

Kommentare:

  1. Also ist Sankt Klaus an (mindestens) einem Fall von Magersucht schuld. Aber im anderen Fall würde man ihm wohl unterschieben, er sei Ursache für eine Adipositas gewesen. Und übrigens, die Damen und Herren Pädagogen sind (manches Mal) keinen Deut besser. Ich möchte ja auch nicht wissen, welch unsägliche Dinge ich in meiner Eigenschaft als Lehrender verbockt habe. Leider werden Lehrer heute getadelt, ihr erzieherischer Einfluss sei nicht stark genug. Doch was soll der so Gescholtene tun, wenn "zu Hause" bei Schüler X. Erziehung nicht stattfindet?! Das ist schwerlich der Lehranstalt und ihrem Pädagogikpersonal anzulasten. (Huch! Ist ja fast ein Plädoyer geworden. Sorry!)

    ;-))

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    1. Warum "sorry". Man kann sich solche Kommentare ja nur wünschen! Danke. LG Ingo

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